Haushuhn Lilly

Könnt Ihr Euch noch an Lilly erinnern? Vor einiger Zeit hatte ich Euch von ihr erzählt. Inzwischen haben wir August, den Hühner-Schlachtmonat. Vor einigen Tagen war es leider soweit. Unsere Hühner, denen es im vergangenen Jahr – so hoffe ich – wirklich gut ging, sind zum Schlachten gebracht worden.

 

11. August

Nun ist der Stall leer, hier lebt kein Tier mehr – bis auf Lilly. Weder ich, noch mein Lieblingsbauer haben es übers Herz gebracht, unser einziges Huhn mit Namen zum Schlachten zu bringen.

Die Tiefkühltruhe ist nun voll, der Stall ist leer. Es ist Zeit zum Aufräumen, putzen und desinfizieren. Wie jedes Jahr im August wird der Hühnerstall bis in die letzte Ritze sauber gemacht, die Stallanlage wird abgebaut und gereinigt. Lilly verbleibt derweil in einer Hühnerkiste. Wenn der Stall in der kommenden Woche sauber ist, kommen die neuen Hühner – und Lilly bekommt ihren eigenen kleinen Freilaufstall.

 

21. August

Lilly ist in ihre Privatsuite eingezogen. Ein eigenes Legenest, eine eigene Sitzstange ein eigener Auslauf. Und nicht nur Lilly hat es sich gemütlich gemacht, auch ihre zahlreichen „Kolleginnen“ sind inzwischen bei uns angekommen. Und ich muss sagen, dieses Mal haben wir wirklich ganz besonders hübsche Hühner bekommen.

Ihr fragt Euch bestimmt, warum Lilly nicht zu den neuen Hühnern darf? Ganz einfach: Wahrscheinlich würde sie von den neuen, jungen Hühnern wieder schikaniert werden, wie sie es von den alten auch schon wurde. Zum anderen ist sie ein „Infektionsherd“. Falls die alte Hühnergruppe irgendwelche Krankheiten hatte, könnten diese durch Lilly auch in die neue Gruppe übertragen werden. Und das wollen wir natürlich nicht.

Sie macht aber auch alleine einen ganz guten Eindruck. Ich sehe es als Langzeitstudie. Ich wollte schon immer wissen, wie lange eine solche Legehenne lebt.

 

 

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