Radies – mein Lieblingsgemüse

Knallig rot, knackig und leicht scharf: Ich liebe Radieschen! Wenn die Ernte der roten Knötchen auf den heimischen Feldern beginnt, dann ist für mich Frühling. Und das merkt man bei uns in der Küche dann auch. Denn Radies-Salat, Radies auf dem Butterbrot oder Radies „einfach-nur-so“ gehören ab jetzt zum täglichen Speiseplan. Komischerweise steht sogar unser Hund auf die roten Knollen und klaut sich hin und wieder mal eine aus dem Gemüsekorb.

Frühe Aussaat, schnelle Ernte

Radieschen werden ausgesät. Wer das knackige Gemüse im Garten ziehen möchte, der kann mit einem Gewächshaus oder Frühbeetkasten schon richtig früh durchstarten. Die erste Aussaat ist dann schon ab Februar möglich. Im Feld sät man Radies ab Mitte Januar aus. Allerdings müssen die zarten Pflänzchen dann unter Vlies und Folie wachsen.

Nach etwa fünf Tagen entwickeln die Pflanzen ihre herzförmigen Keimblätter. Im Sommer haben sie eine Vegetationszeit von gerade mal 21-25 Tagen. Dann sind die Radies bereits reif für die Ernte. In den Frühlingsmonaten brauchen sie bis zur vollständigen Reife allerdings ein wenig länger, weil die Sonneneinstrahlung noch zu gering ist. Die Vegetationszeit verlängert sich auf 5-6 Wochen. Die Ernte von Radies ist bis in den November hinein möglich, denn leichte Fröste verträgt die Kultur.

An den halb aus der Erde ragenden Knollen kann man sehen, ob das Radies schon groß genug für die Ernte ist. In der heißen Sommerzeit neigen die Knollen leider zum Platzen.

Die Schärfe des Radieschen kommen von verschiedenen Senfölen. Sind die Radies bei gleichmäßiger Bodenfeuchte gewachsen, schmecken sie milder. An trockenen Standorten kann man eher schärfere Knöllchen ernten.

Radies ist nicht gleich Rettich

Auch wenn die Knollen aussehen wie kleine Rettiche, sind Radies nicht als Zucht aus den Rettichen hervorgegangen. Allerdings gehören sowohl Radies als auch Rettiche zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und damit zur gleichen Gattung und Art.

In der Küche ist das Radieschen vielseitig einsetzbar. Es verfeinert als Beilage die verschiedensten Salate, aber auch ein reiner Radies-Salat schmeckt köstlich. Auch in Dips schmecken die kleinen Knollen lecker – oder einfach mit Kräutern auf einem Butterbrot. Ich kann von den roten, würzigen Knöllchen einfach nicht genug bekommen.

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